Tag Archiv für 'Castor'

Castor 2011: Energiewende jetzt!

Trotz der erhöhten Strahlenwerte im Zwischenlager Gorleben scheinen die Regierenden nichts an dem Plan ändern zu wollen, Ende des Jahres den Castor mit deutschem Atommüll von Frankreich nach Gorleben zu fahren. Ein mögliches Datum ist das letzte November-Wochenende. In der Anti-Atom-Bewegung laufen daher die Vorbereitungen der Proteste an und auch bei uns im Verband tut sich einiges.

Wenn der Castor rollt, werden wir schon da sein. Wir lassen uns vom “Ausstieg” der schwarz-gelben Bundesregierung und der grünen “Opposition” nicht besänftigen. Wir fordern mehr denn je eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energien und einer demokratischen Energieversorgung. Diese kann nicht im Schulterschluss mit den großen vier Energiekonzernen geschehen, sondern nur gegen sie, ihre Macht und ihre Profite. Jeder Tag bis 2022 birgt die Gefahr eines verheerenden GAUs, weswegen unsere Antwort nur heißen kann: die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen weltweit! Auch der verlogene Weiterbetrieb von deutschen Urananreicherungsanlagen sowie der Export von Atomtechnologien müssen ein Ende haben. Außerdem kann der ungeeignete Salzstock in Gorleben nicht weiter als atomares Endlager gehandelt werden.

Gemeinsam mit den Menschen im Wendland werden wir auch in diesem Jahr gegen den – vorerst letzten – Castor aus Frankreich protestieren. Wir werden ein gemeinsamen Ort zum Übernachten organisieren, entweder in Scheunen oder Großzelten. Von dort aus werden wir koordiniert an den Aktionen teilnehmen, versuchen den Castor zu verzögern, blockieren und schottern, um nicht nur symbolisch, sondern spürbar zu protestieren. In den nächsten Wochen erscheinen unsere Mobi- und Info-Materialien, auch ein Aktionspaket ist in Planung. Wenn ihr immer die aktuellen Infos zum Stand des Castors und unserer Proteste bekommen wollt, dann tragt euch bitte auf unserem Infoverteiler ein:

Stay tuned!

Für uns strahlt nur die Sonne – Castor 2010 blockieren

Auf zu den Castor-Protesten ins Wendland!

Am 05.11 ist es soweit der Castor-Transport setzt sich vom französischen La Hague in Richtung Wendland in Bewegung. Und wir werden ihn gebührend in Empfang nehmen.

Gegen den Willen der Bevölkerung hat der Bundestag die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert. Der entstehende hochradioaktive Müll soll weiterhin in ungeeigneten Lagerstätten wie Gorleben verschwinden. Der Castor ist das Symbol für diese gewaltsame Durchsetzung der Atompolitik, nicht erst seit schwarz -gelb, sondern auch schon während der Regierungszeit von SPD und Grünen.

Die Linksjugend [‘solid] wird deshalb nicht nur auf der Großkundgebung in Dannenberg am 6.11. präsent sein, sondern sich auch an den anschließenden Aktionen des zivilen Ungehorsams beteiligen. Auf der Kundgebung werden wir einen kreativen, interaktiven Infostand haben. Dort wollen wir nicht nur einen Anlaufpunkt für unsere Mitglieder bieten, die aus dem ganzen Bundesgebiet anreisen, sondern auch gemeinsam mit euch den Protest noch bunter und vielfältiger machen. Schaut vorbei und lasst euch überraschen!

Die von euch, die länger im Wendland bleiben, laden wir ein zu uns ins Camp Metzingen zukommen und euch gemeinsam mit uns an den Aktionen des zivilen Ungehorsams an der Schiene und der Straße zu beteiligen. Gemeinsam wollen wir von der Kundgebung aus zum Camp aufbrechen. Dort werden wir in Scheunen und Zelten bei guter VoKü-Verpflegung untergebracht sein.

Wenn ihr noch nicht wisst, wie ihr ins Wendland kommt, findet ihr vielleicht einen passenden Bus unter www.ausgestrahlt.de/mitmachen/castor-2010/anreise/bus.html

Allen, die noch mehr Infos zu den diesjährigen Castorprotesten und nützliche Tipp zum Aufenthalt im Wendland haben wollen, empfehlen wir unseren Newsletter, den ihr hier abonnieren könnt:http://lists.linksjugend-solid.de/mailman/listinfo/Castor2010

Kontakt zu uns könnt ihr hier auf nehmen:
Telefon (ab Samstag) 015227180744
E-Mail castor@linksjugend-solid.de

Mehr Infos erhaltet ihr auch unter:
www.castor2010.de (Auftaktdemo)
www.x-tausendmalquer.de (Sitzblockaden)

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Grüner Kapitalismus – Energie, Klimawandel und Protest

Wochenendseminar in Magdeburg

Datum: 17. September – 19. September

Sei es die Dürre in Russland oder die Überschwemmungen in Pakistan, die Ölpest im Golf von Mexiko oder der nächste CASTOR, der mal wieder durch’s Wendland geprügelt werden soll: die Bio- und Energiekrise drängen, nach einigen Monaten der relativen Stille, wieder mit Macht auf die globale Agenda. Sind diese Krisen nun aber der Anfang des Endes des Kapitalismus oder, wie von einigen kapitalistischen Vordenker_innen argumentiert wird, ihrerseits Chancen, den Kapitalismus ökologisch zu transformieren, ihn in einen “Grünen Kapitalismus” zu verwandeln? Wie gehen Wachstumszwang und begrenzte Ressourcen zusammen? Kann es unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten geben? Wo wird die Soziale Frage, die Frage nach Verursachern und Betroffenen gestellt? Und welche Alternativen gibt es überhaupt? Im Seminar werden wir das Konzept des Grünen Kapitalismus diskutieren, Stimmen aus dem Süden hören und Alternativen denken. ‘Grüner Kapitalismus – Energie, Klimawandel und Protest’ weiterlesen

Einfach mal abschalten: AntiAtom Wochenende im Wendland

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Seminar am 3. – 5. September in Meuchefitz

Der Castor kommt?! Zur Vorbereitung treffen wir uns schon im September im Wendland: u.a. gibt’s Workshops zu Energiewende, Enteignung und Rekommunalisierung, Geschichte der Anti AKW Bewegung sowie Aktionstraining vor Ort.

Während die Bundesregierung mit der Debatte um Laufzeitverlängerungen die gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atomkraft wieder angeheizt hat, sollen im November erneut Castor-Behälter mit hochradioaktivem Müll ins Zwischenlager Gorleben rollen. Obwohl die Untersuchungsausschüsse zum “Versuchsendlager” Asse (Niedersächsischer Landtag) und zum Salzstock Gorleben selbst (Bundestag) immer deutlicher ans Licht fördern, dass eine dauerhaft sichere Lagerung von Atommüll in diesen Salzstöcken unmöglich ist, hält die Politik am Standort Gorleben fest, um den radioaktiven Müll loszuwerden. Aber nicht nur, weil die ungelöste Endlagerfrage einer der schwächsten Punkte der Atomlobby ist, wird sich der Konflikt um die Zukunft unserer Energieversorgung im November im Wendland wieder besonders zuspitzen. Die Castor-Transporte und die Proteste dagegen sind nicht nur in jahrzehntelangen Auseinandersetzungen zum Symbol des Kampfes vieler Anti-Atom-Bewegter aus allen politischen Spektren geworden  – sie sind auch ein Ort, an dem tausende nicht nur ihren Protest hörbar machen, sondern selbst aktiv werden und sich dem ganz alltäglichen Wahnsinn der Atomkraft in den Weg stellen. Das passiert mit einer Bandbreite von Aktionen, die von Demonstrationen, Mahnwachen und Gottesdiensten über Sitzblocken bis zu Barrikenbau und konfrontativeren Aktionsformen reicht.

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Atomausstieg sofort beginnen! 24.April – Aktionskette von Brunsbüttel bis Krümmel

Mit dem Antritt der schwarz-gelben Bundesregierung soll die Atomkraft in Deutschland eine Renaissance erleben. CDU/CSU und FDP wollen die Laufzeiten zahlreicher Atomkraftwerke verlängern und den ohnehin inkonsequenten „Atomausstieg“ aus der Zeit der SPD/Grünen- Bundesregierung endgültig verschleppen. Parallel dazu wird versucht den bereits angefallenen radioaktiven Abfall möglichst schnell in angeblich sicheren Zwischen- und Endlagern verschwinden zu lassen. Die Sicherheit dieser Lager ist jedoch mehr als zweifelhaft.

In diesem Zusammenhang unterstützt die Linksjugend ['solid] Niedersachsen die geplante Kettenreaktion am 24.April, welche 2 Tage vor dem internationalen Tschernobyl Gedenktag stattfindet. Mehr Infos zur Aktionskette findet ihr auf  http://www.anti-atom-kette.de/ und im weiteren Artikel einen Auszug aus dem Antrag “Atomausstieg sofort beginnen – Konsequenzen aus Endlagerdesaster ziehen – radikalen Energiewechsel einleiten!“, den die Linksjugend ['solid] auf niedersächsische Initiative auf ihrem Bundeskongress verabschiedet hat.

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Goslar: Atomfässer auf dem Weihnachtsmarkt

Am Samstag setzte die Linksjugend ['solid] ein Zeichen gegen Atomenergie auf dem Goslarer Weihnachtsmarkt. Verkleidet mit weißen Strahlenanzügen und Gasmasken, bestückt mit kleinen Atommüllfässern, Fahnen und Transparenten sangen sie Lieder gegen Atomkraftwerke und Atommüllendlager.

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Die Linksjugend verteilte Infopostkarten auf denen sie vor den Gefahren der Atomenergie warnte, spricht sich darin gegen die unsicheren Atommüllendlager Asse, Morsleben und Gorleben aus und fordert den Ausstieg aus der Atomenergie. Als Alternative zur Atomenergie verlangt die Linksjugend ['solid] den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die neu gegründete Basisgruppe Goslar hat mit dieser ersten politischen Aktion auf dem Goslarer Weihnachtsmarkt deutlich gemacht, dass in Zukunft mit ihr zu rechnen ist. Die Linksjugend ['solid] vertritt die Meinung: „Eine andere Welt ist möglich!“.

Atomkraft? – Nein Danke! Stopp Castor! Gorleben soll leben!

Bundesweite Anti-Atom-Demonstration, 8. November 2008, Gorleben

Die Atomlobby will es wissen: Nach der Bundestagswahl im nächsten Jahr sollen nach dem Willen der Stromkonzerne die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert werden. Schon jetzt überziehen E.on, RWE, Vattenfall und EnBW das Land mit einer beispiellosen Propaganda- Kampagne: Da mutiert Atomstrom zu “Ökostrom” und “Billigstrom”.

Doch wir wissen: Atomkraft ist kein Klimaretter. Gerettet werden allein Extraprofite für die AKW¬Betreiber. Pro Jahr machen sie mit jedem Reaktor einen Gewinn von jeweils 300 Millionen Euro. Atomstrom ist auch nicht billig, billig ist das Täuschungsmanöver aus Politik und Wirtschaft: Erst werden im Atomkompromiss lange Laufzeiten vereinbart und wenn dann doch die ersten Meiler vom Netz gehen sollen, wird er einfach wieder aufgekündigt.

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