Monthly Archive for Januar, 2012

Einladung zur 9. Landesmitgliederversammlung vom 03. – 04.03.2012 in Hannover

Liebe Genossinnen und Genossen,

wir laden Euch hiermit zur nächsten Landesmitgliederversammlung der Linksjugend ['solid] Niedersachsen ein. Sie findet am Samstag den 3. und Sonntag, den 4. März 2012 im Naturfreundehaus Hannover statt. Beginn ist Samstag um 12 Uhr und die Versammlung endet am Sonntag gegen 13.30 Uhr. Die Landesmitgliederversammlung steht unter dem Thema ‘Der Kapitalismus kann uns mal!’.

Auf der Landesmitgliederversammlung wird es neben inhaltlichen Diskussionen auch zwei wichtige Wahlen geben. Zum einen können noch weibliche Mitglieder für den LandessprecherInnenrat nachgewählt werden. Zum anderen müssen wir 20 Delegierte für den 5. Bundeskongress von Linksjugend ['solid] wählen, welcher vom 30.03. bis 01.04.12 in Berlin stattfindet.

Am Samstag wollen wir natürlich mit Chillen und Party den Abend ausklingen lassen. Wer möchte kann gerne seine Musik mitbringen.

Bitte melde Dich bis zum 20. Februar 2012 mit Deinem Namen und Deinem Essenswunsch (vegetarisch oder vegan) unter lmv@solid-niedersachsen.de an. Solltest Du nicht im Naturfreundehaus übernachten wollen, teile uns dies bitte ebenfalls mit.

Wir möchten Dich ermuntern, mit viel Lust auf spannende Diskussionen und Unterhaltung gemeinsam mit Genossinnen und Genossen aus Niedersachsen nach Hannover zu kommen.

Mit solidarischen Grüßen,

Andrea, Dominique, Karsten, Lennart, Julian und Marian
LandessprecherInnenrat

Neugründung des Landesarbeitskreises Antifaschismus

Am kommenden Sonntag, den 29.01.2012 ab 17 Uhr gründet sich der Landesarbeitkreis Antifaschismus (LAK Antifa) in der Landesgeschäftsstelle, Goseriede 8 in Hannover.

Auf der Tagesordnung steht u.a. Beschluss einer Gründungserklärung, Wahl der SprecherInnen und eine Jahresplanung.

Alle Mitglieder und SympathisantInnen sind eingeladen an der Sitzung teilzunehmen.

Same Shit – Different Year

Der LandessprecherInnenrat hat auf seiner vergangenen Sitzung am letzten Wochenende beschlossen folgenden Aufruf zu unterstützen:

“Betrachtet man rückblickend das Jahr 2011 erscheint das Thema rechte Gewalt allgegenwärtig gewesen zu sein: Rassistische Morde in Norwegen, das Bekanntwerden der rechten Terrorzelle „NSU“, Ausschreitungen und Straftaten am Rande von unzähligen Naziaufmärschen in der gesamten Bundesrepublik. Auch in Bückeburg begann das vorherige Jahr unter bösen Vorzeichen. Haargenau ab dem Zeitpunkt der Jahreswende stieg das Ausmaß neonazistischer Aktivitäten in der Stadt mit einer bisher nicht gekannten Geschwindigkeit an.

Die Gewalttaten der expandierenden rechten Szene rund um die „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ zogen sich daraufhin wie ein roter Faden durch das gesamte zurückliegende Jahr. Von Drohungen, über Angriffe auf offener Straße bis zu Anschlägen auf Wohnhäuser – die Bückeburger Neonazis ließen in ihrem so genannten „Kampf um die Straßen“ keine Chance ungenutzt.

Die sich hieraus ergebende, bedrohliche Situation wurde lange als bloße Gewalt unter rivalisierenden Jugendlichen verharmlost. Nicht zuletzt Dank der kontinuierlichen Thematisierung dieser Situation durch aktive Antifaschist_innen hat sich dies heute geändert und der rechten Szene wird als ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem entgegengetreten.

In der letzten Jahreshälfte bewiesen Vorträge über rechten Lifestyle und Musik, Präventionsveranstaltungen für Jugendliche und kulturelle Veranstaltungen wie „music for tolerance“, dass sich die Bückeburger_innen aktiv gegen Neonazismus zur Wehr setzen.

Doch verschwunden sind die Neonazis noch längst nicht. Ihre Propaganda bestimmt nach wie vor das Stadtbild und auch unter Jugendlichen erhalten sie noch immer regen Zulauf. Bedrohungen gegen alternative Jugendliche sind Teil ihrer Tagesordnung und auch an den Schulen haben sie nicht aufgehört aktiv zu sein. Nicht zuletzt ihre Versuche als Klassen- und Schüler_innen_sprecher_innen Einfluss zu nehmen ist besorgniserregend.

Dass erfolgreiche antifaschistisches Arbeit ein Prozess ist, der Zeit braucht, war uns bereits zu Beginn des so unselig gestarteten letzten Jahres klar, als wir das Bündnis „Copy & Paste“ ins Leben riefen – einmal gewachsene rechte Strukturen verschwinden nicht von heute auf morgen. Dass es in den vergangenen Wochen jedoch ruhiger um die Bückeburger Neonazis geworden ist, werten allerdings als ersten Erfolg unserer Bemühungen und dem deutlichen Zeichen, das Bückeburg gegen Rechts gesetzt hat.

Mit einem deutlichen Zeichen wird Bückeburg daher auch in das neue Jahr starten. Gemeinsam werden wir den Nazis auch im neuen Jahr kein Gefühl von falscher Ruhe gönnen, sondern weiterhin kontinuierlich und öffentlich gegen rechte Strukturen in und um Bückeburg vorgehen!

Als Auftakt zu einem erfolgreichen neuen Jahr laden wir daher alle ein, sich an unserer Neujahrsdemonstration unter dem Motto „Same Shit, Different Year – Kein Rückzugsraum für Nazis!“ zu beteiligen.

Kampagne Copy & Paste – Gegen Nazistrukturen in und um Bückeburg

21. Januar 2012 // 14 Uhr // Bahnhofsvorplatz Bückeburg

Gegen den deutschen Opfermythos! Den Nazis das Trauern beibringen! Keinen Fußbreit den Faschisten!

Am 14.1 in Magdeburg und am 18.2 in Dresden werden Nazis wieder versuchen die Geschichte umzuschreiben.

Geschichtsrevisionistisch jammernd und klagend ziehen sie dann wieder durch die Innenstädte Magdeburgs und Dresdens um den Jahrestag der alliierten Bombenangriffe für ihre menschenverachtende Propaganda zu missbrauchen. Der Opfermythos in Magdeburg hat deutliche Ähnlichkeit mit dem, der in Dresden jährlich betrauert wird. Doch Dresden wird langsam unattraktiv für die deutsche Naziszene. Nach zwei Jahren mit kalten Füßen vor’m Bahnhof stehend, schaut mensch sich jetzt anderweitig um und findet andere Orte, z.B. Bad Nenndorf und Magdeburg. Hier konnten die Revisionisten und Rassisten in den vergangenen Jahren relativ ungestört marschieren. Deswegen gilt 2012 nicht nur in Dresden, sondern auch in Magdeburg und sonstwo: Nazis blockieren!

Für die Nazis bleiben auch 2012 der Kampf um die Parlamente, die Köpfe und die Straße die drei elementaren Säulen ihres nationalen Befreiungskampfes. Aber in den Parlamenten sieht es nicht mehr so gut aus. In Sachsen-Anhalt verpasste die NPD den Einzug in den Landtag, in Sachsen und Mecklenburg – Vorpommern gelang er nur mit Verlusten. In den Köpfen finden sich zwar überall unter den Bürgerlichen rassistische und revisionistische Positionen, aber damit punktet meistens eher die CDU. Und auf den Straßen müssen alte und neue Nazis immer wieder auf heftigen antifaschistischen Protest stoßen!

„In Magdeburg und Dresden werden die Nazis bei ihrem Versuch Geschichtsrevisionismus zu verbreiten, wie jedes Jahr Rückendeckung vom Staat kriegen. Die Staatsmacht war schon immer daran interessiert, die nationalen Interessen der Nazis mit Gewalt durchzusetzen und missachtet dabei nicht selten die Rechte der Nazigegner_Innen. Die Kooperation des Verfassungsschutzes mit Naziterroristen rund um die NSU ist nur ein zwischenzeitlicher Höhepunkt. Wir dürfen Antifaschismus nicht dem Staat überlassen, sondern müssen uns selbst um demokratische und emanzipatorische Verhältnisse kümmern.“, sagt der für Antifaschismus zuständige Landessprecher der Linksjugend ['solid] Niedersachsen, Lennart Onken.

Darum rufen wir alle Mitglieder, Sympathisant_Innen, Freund_Innen und Unterstützer_Innen auf, die Nazis 2012 aktiv zu blockieren!

Frohes neues jahr 2012!

Der LandessprecherInnenrat wünscht allen GenossInnen, FreundInnen und UnterstützerInnen für eine friedliche und gerechte Welt eine frohes neues Jahr 2012!!