Am Samstag, den 8. Mai, führten die Linksjugend ['solid] Goslar ein Straßentheater in der Goslarer Innenstadt auf.
In dem Stück schlüpften sieben ['solid]s in verschiedene Rollen, von Präsident Karzai über den deutschen Verteidigungsminister zu Guttenberg bis hin zu einem Warlord, um den Zuschauern die schwierige Situation nahe zu bringen, die in Afghanistan herrscht. Dabei diskutierten die verschiedenen Personen symbolisch untereinander, warum ein erzwungener Frieden unter Federführung von ausländischen Truppen unmöglich ist.
Die Zuschauer wurden auch aufgefordert, mit zu diskutieren und Vorschläge zu machen, wie man es doch noch schaffen könnte, Ruhe und Frieden in das Land zu bringen, ohne dass die Taliban oder sonstige reaktionäre Gruppierungen die Macht ergreifen.
Das fünf-minütige Schauspiel wurde mehrmals im Dreißig-Minuten-Takt vorgeführt. Nach jeder Vorführung wurden erfolgreich Flyer(siehe Anlage) verteilt und Unterschriften für die „Fuldaer Erklärung“ des DGB für den sofortigen Truppenabzug aus Afghanistan gesammelt.
Die Flyer gingen so gut weg, dass nach der letzten Vorführung vielen Interessierten keine mehr angeboten werden konnten.
Einige Mitmenschen haben auch engagiert mit diskutiert und sich geäußert, welche Maßnahmen, ihrer Meinung nach, einem Friedensprozess wirklich dienlich wären.
Die Meinungen waren unterschiedlich und reichten von „mehr Truppen rein, um dort ‘richtig aufzuräumen’“ bis hin zum sofortigen Abzug der Truppen mit oder ohne Ausbau der humanitären Hilfe, sowie die Erhöhung der Entwicklungsgelder und der finanziellen Hilfe für den Wiederaufbau bei gleichzeitigem Einschmelzen der Militärausgaben durch einen systematischen Abzug vor Ort.
Insgesamt zeigte sich durchweg positive Resonanz und die Basisgruppe hofft, die Menschen durch ihr Engagement zum Nachdenken gebracht zu haben.
Passend war der Tag der Aktion auch aufgrund des Datums: Am 8. Mai vor 65 Jahren jährte sich damit das formelle Ende des Zweiten Weltkrieges mit der Kapitulation der Wehrmacht…..
Traurig ist, dass die Bundesrepublik daraus nichts gelernt zu haben scheint und deutsche Soldaten wieder in anderen Staaten Krieg führen, um deutsche (Wirtschafts-)Interessen durchzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt sollte man sich die klugen Worte des Altkanzlers Willy Brandt in Erinnerung rufen, der nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges richtig sagte: „Es soll nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen“. Schade, dass Frau Merkel nicht auf ihren Vorgänger hört.
Mehr zu der Aktion auf dem myspace-Profil der Basisgruppe Goslar.
![['solid]-GenossInnen beim Straßentheater Straßentheater zum Afghanistankrieg in der Goslarer Fußgängerzone](http://www.solid-niedersachsen.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/straßentheater_afghanistan_goslar-300x225.jpg)
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