Wir verurteilen den Anschlag auf das Büro des Landtagsabgeordneten Victor Perli!
In der Nacht zum Sonntag haben Unbekannte dort eine Fensterscheibe mit einem Gullydeckel eingeworfen. Aus welchem Umfeld die Täter kamen, ist bisher ungeklärt, es lässt sich aber vermuten, dass es sich um ein rassistisches/faschistisches handelt.
Wir erklären uns solidarisch mit Victor und fordern die restlose Aufklärung des Falls. Es kann nicht sein, dass politische Arbeit von diesen Gewaltaktionen eingeschränkt wird. Wir werden auch in Zukunft solidarisch seien wenn mit Einschüchterungsversuchen Menschen von antifaschistischer Arbeit abgehalten werden sollen.
Mit solidarischen Grüßen,
der LandessprecherInnenrat
Hintergrund:
Wahlkreisbüro MdL Perli: Fensterscheibe mit „Gullydeckel” eingeworfen
Geschrieben am 11. Oktober 2009
Ein oder mehrere unbekannte Täter haben am frühen Sonntagmorgen mit einem Schachtdeckel („Gullydeckel”) eine Fensterscheibe vom Wahlkreisbüro des Landtagsabgeordneten Victor Perli (DIE LINKE) eingeworfen. Der Vorfall in der Fischerstraße ereignete sich laut einer Zeugenaussage um 3:20 Uhr. Neben der Fensterscheibe wurden auch zwei Bodenfließen im Innenbereich in Mitleidenschaft gezogen. Entwendet wurde nichts. Der Wolfenbütteler Landtagsabgeordnete hat Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gestellt.
Möglicherweise kommen der oder die Täter aus der militanten Neonazi-Szene. Dafür spricht, dass an dem eingeworfenen Fenster ein antirassistisches Plakat mit der Aufschrift „Hier sind wir zu Hause” in deutscher und in fünf weiteren Sprachen angebracht war.

In den vergangenen Monaten wurden bereits mehrfach zahlreiche Aufkleber der „Autonomen Nationalisten Wolfenbüttel/Salzgitter” und anderer Neonazi-Gruppen an die Räumlichkeiten der LINKEN in der Fischerstr. 19b geklebt. Perli erinnerte daran, dass es in der Wolfenbütteler Region immer wieder rechte Vorfälle gebe. So hatten Neonazis wenige Tage vor dem 1. Mai 2009 das Wolfenbütteler Gewerkschaftshaus mit einer Vielzahl von Nazi-Aufklebern und -plakaten verschandelt. Auch das jüdische Denkmal am Rande der Innenstadt ist in diesem Jahr wiederholt Ziel von Sachbeschädigungen gewesen. Hier muss die Öffentlichkeit verstärkt zum Hinschauen sensibilisiert werden anstatt die Vorfälle ungeprüft als „Dumme-Jungen-Streiche” abzutun.
Am kommenden Dienstag werden Experten der Braunschweiger Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG) ab 19 Uhr in der KuBa-Halle (Lindener Straße 15) einen Vortrag zum Thema „Neonazis in der Region – Was ist los in der Provinz?” halten. Laut Ankündigung „soll es darum gehen regionale Akteure der extremen Rechten strukturell zu beleuchten. Dabei wird aufgezeigt, was für Aktivitäten in der letzten Zeit überhaupt zu verzeichnen waren und wer hinter alle dem steckt. Und vor allem, wer die Hauptakteure in und um Wolfenbüttel sind. Ist es die NPD oder sind es die militanten ‚Autonomen Nationalisten Wolfenbüttel/Salzgitter‘?”
Quelle: www.perli.de

















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