Der Landesverband Niedersachsen der Linksjugend ['solid] erklärt sich solidarisch mit den BesetzerInnen des Ackers bei Braunschweig, auf dem ein Freilandversuch mit genmanipulierten Pflanzen stattfinden soll. Das Ziel der Aktion “Gar keine Agrogrentechnik!” wird unterstützt.

“Widerstand gegen Gentechnik-Versuche ist notwendig und legitim”, erklärt Landessprecher Philipp Zimmermann, “wer dafür kämpft, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, muss sich entschieden dagegen wehren, dass einige wenige Konzerne darüber bestimmen können, wie zahlreiche Pflanzen manipuliert werden.” Bis zu 80% der Bevölkerung haben dies bereits erkannt und lehnen die Agrogentechnik ab. “Die Aufklärung über die Nachteile der Gentechnik ist wichtig und wird immer Teil unserer Politik sein”, sagt Landessprecherin Birthe Juist weiter, “eine kreative Aktion wie die Besetzung des Feldes im Westen Braunschweigs ist aber eine effektive Maßnahme, um die Aussaat des ‘Gen-Drecks’ zu verhindern. Wir richten uns an die BesetzerInnen und stärken Ihnen den Rücken.”
Trotz anderslautender Reden von Industrie und Politik konstatieren wir, dass Gentechnik unnütz ist. Selbst die absolute Mehrheit global agierender, bedeutender NGO’s sieht in der Gentechnik keine Lösung für die Not vieler Menschen. Obwohl mit den vorhandenen Lebensmitteln bereits die doppelte Weltbevölkerung ernährt werden könnte, gibt es weiterhin Hungersnöte. “Das zeigt, dass es nicht ein Problem in der landwirtschaftlichen Produktion gibt, sondern in der Verteilung.”, so Malte Pannemann, “wir verurteilen aufs Schärfste, dass Hunger bewusst als politische Waffe eingesetzt wird. Dies zeigt sich z.B. dann, wenn aufgrund von Hungersnöten zu Geldspenden aufgerufen wird. Das beweist nämlich, dass Nahrungsmittel vorhanden sind – sie werden nur nicht zur Verfügung gestellt.”
Gentechnik fördert die Industrialisierung der Landwirtschaft, die sich damit den ökonomischen Zwängen des Marktes ausgesetzt sieht. Sie ist also Teil eines zutiefst kapitalistischen Ernährungssystems, in dem die Profite vor den existentiellen Bedürfnissen der Menschen stehen. Gerechte, demokratisch organisierte Ernährungsprozesse sind die Alternative, für die wir als sozialistischer Jugendverband stehen.
Wir fordern dazu auf, sich ebenfalls mit den FeldbesetzerInnen in Braunschweig zu solidarisieren und an den verschiedenen Veranstaltungen gegen Gentechnik teilzunehmen.

















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