Nazi-Aufmarsch am 1. Mai in Hannover verhindern!

Am 1. Mai 2009 wollen die Nazis durch Hannover marschieren. Sie wollen gegen Ausländer hetzen und ihr menschenverachtendes Weltbild verbreiten. Nationaler Sozialismus endet jedoch im Holocaust. Wer dagegen keinen Widerstand leistet, macht sich mitschuldig an dem Erstarken des Faschismus. Im Jahr 2008 ist die Anzahl der rechtsextremen Straftaten um fast 30% gestiegen. Nach einer Studie aus dem Jahr 2008 ist fast jeder dritte Schüler ausländerfeindlich eingestellt. Heute – nach Auschwitz – kann niemand mehr sagen er hätte nichts gewusst. Am 1. Mai gibt es keine Ausrede mehr, denn dieser Tag ist ein gesetzlicher Feiertag. Vor etwas mehr als 60 Jahren wäre Widerstand mutig gewesen. Am 1. Mai 2009 kann Widerstand gegen den Nazi-Aufmarsch nur eine Selbstverständlichkeit sein.

Um 12 Uhr wollen die Nazis vom ZOB starten – nur gemeinsam können wir das verhindern!

Ungerechte Verhältnisse bekämpfen!

Aber wir dürfen nicht vergessen: Der 1. Mai ist auch der Kampftag der Arbeiterbewegung. Noch nie sah die Zukunft für die Menschheit so düster aus. Weltwirtschaftskrise, Klimawandel und hochgerüstete Staaten beweisen: Das kapitalistische System ist gescheitert und droht uns alle mit in den Untergang zu reißen. Die Produktionsmittel sind heutzutage weitaus höher entwickelt als früher, aber der Kapitalismus hat es trotzdem nicht geschafft Armut, Ausbeutung und Ungerechtigkeit zu überwinden, stattdessen erzeugte er neue, oben genannte, Probleme – dazu auch den Nazismus, der zu Zeiten der Krise erstarkt – und ist Ursache für das Fortbestehen der alten.

Dennoch, es gibt eine Alternative, für die es sich lohnt zu kämpfen: Demokratischer Sozialismus. Im Sozialismus stehen der Mensch und seine Entfaltung im Mittelpunkt. Im demokratischen Sozialismus wird für die Bedürfnisse der Gesellschaft produziert und nicht für den Profit der Aktionäre, denn die Produktionsmittel unterstehen dann der Kontrolle der Arbeitenden. Erst in der sozialistischen Gesellschaft kann sich für jeden ein menschenwürdiges Leben im Einklang mit der Natur, in Frieden und Wohlstand verwirklichen.

Darum: Kapitalismus kaputt machen; für den Sozialismus! Hinein in den Jugendverband Linksjugend ['solid]! Hinein in die Partei DIE LINKE!

„Nationaler Sozialismus“: Alte Lüge neu erzählt

Wie auch die alte NS-Bewegung vor 1933, so versuchen auch die neuen Nazis, sich durch ein geheucheltes soziales Profil in der Mitte der Gesellschaft zu etablieren. So kommt es bereits seit einigen Jahren vor, dass Nazis auf Demonstrationen gegen Hartz 4 oder auf Friedensdemonstrationen erscheinen, um den Menschen vorzugaukeln, sie würden ihre Interessen vertreten. Vollmundig fordern sie einen „nationalen Sozialismus“, der ihrer Behauptung zufolge soziale Missstände in Deutschland beenden und alle Deutschen glücklicher machen würde. Doch dies ist eine viele Jahre alte Lüge, von den alten wie von den neuen Nazis immer wieder wiederholt, als ob dieses sie wahrer machen würde.

Denn im scheinsozialistischen Weltbild der Nazis hat weder Opposition noch jegliche nicht ihren Ansichten entsprechende Haltung keinen Platz: Wer anders denkt als die Nazis, eine andere Hautfarbe oder eine jüdische Großmutter hat, ist ihrer Ansicht nach weniger wert als sie selbst. Die Auswirkungen eines derartigen Weltbildes sind immer wieder zu beobachten: Gewalt und Einschüchterung gegen Andersdenkende oder auch nur anders Aussehende durch Faschisten ist längst keine Seltenheit mehr.

Wir von Linksjugend ['solid] positionieren uns entschieden gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus und Fremden- und Ausländerfeindlichkeit. Unsere einzige Antwort auf derartige Ansichten kann daher nur ihre Bekämpfung sein.

(c) dieses Aufrufs: Linksjugend ['solid] Hannover

Am Vorabend des ersten Mai, dem 30.4, findet zudem in Hannover eine feministische Walpurgisdemonstration statt zu die wir unterstützen.

Walpurgisdemo

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