Für den 2.August haben Neonazis eine Demonstration im niedersächsischen Bad Nenndorf angemeldet. Die Linksjugend ['solid] Niedersachsen befürchtet, dass sich Bad Nenndorf zu einem jährlichen Wallfahrtsort für die lokale und überregionale Naziszene entwickeln wird. Die Neonazis verkünden im Internet, dass sie weitere Demonstrationen bis 2010 angemeldet hätten. „Die Gesellschaft darf nicht zusehen, wie Nazis neue Wallfahrtsorte schaffen, an denen die Geschichte verklärt wird.“, erklärt Linksjugend ['solid] Landessprecher Kai Padberg.
Scharfe Kritik am Umgang von Polizei mit Demonstrationen von Neonazis übt Landessprecher Fabian Hennig. „Es ist bezeichnend, dass Nazis ihre Demonstrationen mit oft gewaltvollen Polizeieinsätzen im Rücken problemlos durchführen.“ Hennig verweist auf den stark kritisierten Polizeieinsatz in Oldenburg anlässlich einer Neonazidemonstration am 5.Juli.2008. Dort kesselten Beamte der örtlich stationierten BePo (Bereitschafts- Polizei) und der BFE (Beweissicherungs- und Festnahme- Einheit) nach dem Abzug der Nazis grundlos Demonstranten ein. Gegen die Eingekesselten wurden im großen Stil Tonfa (Schlagstöcke), Pfefferspray und Tränengas eingesetzt. Zwei Demonstranten sollen sogar von angehörigen der BFE mit Messern angegriffen und verletzt worden seien, was in Augen von Landessprecher Hennig eine neue Qualität von Polizeigewalt darstellt. „Es müssen unabhängige Institution geschaffen werden, wo Vorfällen wie Körperverletzung im Amt nachgegangen wird, um diese nicht im Sumpf von internen Ermittlung versinken zu lassen.“, fordert Hennig.
Vertreter der Linksjugend ['solid] kündigen an, sich an den Gegenprotesten in Bad Nenndorf zu beteiligen und das Agieren der Polizei kritisch zu beobachten.

















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