von fritz harders
ABSAGE Linke Jugendgruppe wollte Landtagskandidaten in „Schlachthof“ einladen
Die Stadt Aurich hat als Eigentümerin des Jugendzentrums die Veranstaltung untersagt. Bei den jungen Leuten stößt das auf Unverständnis, weil es bei der Bürgermeisterwahl ein Forum gegeben hatte.
aurich – Die Stadtverwaltung Aurich hat eine Podiumsdiskussion mit den hiesigen Landtagskandidaten im Auricher Jugendzentrum „Schlachthof“ untersagt.
Die linksorientierte Jugendgruppe „Solid“ wollte die Bewerber in Absprache mit den Juz-Sozialarbeitern aufs Podium in den „Schlachthof“ holen. Dass das Rathaus nun die Genehmigung für die Veranstaltung verweigert, versteht Eike Schölgens von der Jugendgruppe nicht. Schließlich, so argumentiert er, hatten sie schon 2006 die damaligen Bürgermeisterkandidaten im Jugendzentrum auf die Bühne geholt. Das sei doch zweifelsohne auch eine politische Veranstaltung gewesen, die im gleichen Rahmen abgelaufen sei.
Auf Nachfrage der OZ sagte Stadtpressesprecher Johann Stromann: „Städtische Liegenschaften stehen für Wahlkampfauftritte grundsätzlich nicht zur Verfügung.“ Mit dieser Haltung stehe Aurich in einer Reihe mit vielen anderen Städten. Das erklärt allerdings nicht, warum die Bewerber um das Bürgermeisteramt in Aurich seinerzeit im städtischen Jugendzentrum aufs Podium durften.
Den Grund dafür könne er nicht mehr nachvollziehen. Johann Stromann: „Wer wie und warum so entschieden hat, lässt sich nicht mehr ergründen : und ich will es auch nicht.“ Trotzdem könne er die Jugendlichen verstehen, die mit dem Argument jetzt ins Feld ziehen. Allerdings ändere das nichts an der Haltung im Rathaus, städtische Räume nicht für Wahlkampfauftritte zur Verfügung zu stellen.
Nach Auskunft von Eike Schölgens hatten bereits drei Landtagskandidaten zugesagt, an der Veranstaltung teilnehmen zu wollen.
Ostfriesen-Zeitung
24.Januar 2008

















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