Linksjugend ['solid] kritisiert die Kriminalisierung der Roten Hilfe

Seit einigen Tagen steht die neue Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel im Fokus der Medien. Der Grund ist ihre Mitgliedschaft in der Rechtsschutzorganisation „Rote Hilfe“, die vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuft wird.

Unterschiedliche Stimmen forderten ihren Rücktritt, sofern sie nicht austreten würde. Die rechtsnationalistische Zeitung „Junge Freiheit“ hat mit der Hetzkampagne begonnen, andere Zeitungen sind rasch unkritisch mitgezogen.

„Es ist bedauerlich, dass Franziska Drohsel nach anfänglicher Standhaftigkeit doch vor den Anfeindungen von FDP, CDU und einigen Funktionären der eigenen Partei eingeknickt ist.“ so Linksjugend ['solid] Landessprecher Eike Schölgens.

Auch bei den Jusos gibt es kritische Stimmen zu der Medienkampagne. Während einige Jungsozialisten in den Kanon der Presse einstimmen, sehen andere die Berichterstattung und den Verfassungsschutzbericht aus kritischer Distanz.

Linksjugend ['solid] Landessprecherin Antje Rosebrock merkt dazu an:
„Wir begrüßen ausdrücklich die Absicht verschiedener Juso-Ags, in die Rote Hilfe einzutreten und ein Zeichen gegen die Diskriminierung der Organisation zu setzen.“

Wie Drohsel sagte, jeder Mensch hat das Recht auf eine Verteidigung. Durch den Rechtsschutz der RH können auch Mittellose davon angemessen Gebrauch machen. Der strömungsübergreifende Verein ist rechtlich anerkannt und zugänglich für jeden.

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